Erkennen, was jemand beschrieben hat
Regeln schlagen nur bei dem an, was vorher jemand als verdächtig festgelegt hat. Alles andere bleibt unsichtbar.
KI für IT-Sicherheit und Betrieb
Wenn Angreifer KI einsetzen, liegt es nahe, auch zur Verteidigung auf KI zu setzen. Wir entwickeln Anomalieerkennung, die in Log-Daten und Transaktionen ungewöhnliche Muster findet – und dabei hilft zu unterscheiden, ob ein Angriff vorliegt oder schlicht ein Systemfehler.
Aktuell wird verstärkt darüber berichtet, dass KI auch eingesetzt werden kann, um die Sicherheit von IT-Systemen zu kompromittieren – etwa um Schwachstellen schneller zu finden oder Angriffe zu automatisieren. Klassische Schutzmechanismen arbeiten oft mit festen Regeln und bekannten Mustern. Gegen neue, bisher unbekannte Vorgehensweisen helfen sie nur begrenzt.
Regeln schlagen nur bei dem an, was vorher jemand als verdächtig festgelegt hat. Alles andere bleibt unsichtbar.
Bekannte Angriffsmuster werden zuverlässig erkannt. Neue oder leicht abgewandelte Varianten können durchrutschen.
Die KI lernt, wie sich Ihre Systeme im Alltag verhalten, und meldet Abweichungen – auch solche, die nie jemand vorher beschrieben hat.
Nicht jede Auffälligkeit ist ein Angriff. Viele Fehlermeldungen haben ganz gewöhnliche Ursachen – ein volles Laufwerk, ein fehlerhaftes Update, eine überlastete Datenbank. Die KI erkennt beides und hilft, es auseinanderzuhalten: anhand der Muster, in denen die Ereignisse auftreten.
Ungewöhnliche Anmeldungen, Zugriffe zu untypischen Zeiten, neue Verbindungen nach außen oder plötzlich geänderte Berechtigungen.
Fehlermeldungen, die sich häufen, Dienste, die langsamer antworten, oder Prozesse, die immer wieder neu starten.
Erst wer weiß, wie sich Ihre Systeme im Alltag verhalten, erkennt, was wirklich ungewöhnlich ist.
Der Kern ist unüberwachtes Lernen (engl. unsupervised learning): Die KI braucht keine Beispiele für Angriffe oder Fehler, die ein Mensch vorher zusammengestellt und beschriftet hat. Sie lernt die Muster selbst aus den Daten.
Logs, Ereignisse, Transaktionen
Log-Daten von Servern, Anwendungen und Netzwerk – oder Geschäftsvorfälle wie Transaktionen – werden laufend erfasst.
ohne beschriftete Beispiele
Die KI lernt selbstständig, welche Muster im Alltag typisch sind: wer wann worauf zugreift, wie oft welche Meldungen auftreten.
Anomalie-Wert
Jedes neue Ereignis erhält einen Wert, wie ungewöhnlich es ist. Erst ab einer festgelegten Schwelle wird es auffällig.
der Mensch entscheidet
Auffälligkeiten gehen mit Kontext an Ihre Fachleute. Ihre Rückmeldungen helfen, das Modell weiter zu verbessern.
Für die Anomalieerkennung gibt es viele Verfahren – von klassischen Methoden des maschinellen Lernens bis zu neuronalen Netzen. Welches konkrete Verfahren am besten passt, hängt immer vom Anwendungsfall ab und muss oft schlicht ausprobiert werden.
Diese Verfahren haben wir zum Beispiel im Praxisbeispiel unten eingesetzt.
Dasselbe Prinzip funktioniert weit über die IT hinaus – etwa bei Geschäftsvorfällen im Bankwesen.
Für einen Kunden aus dem genossenschaftlichen Bankensektor (auf Wunsch des Kunden anonym)
Die gute Nachricht: Solche Verfahren benötigen keine aufwendige Infrastruktur. Ein GPU-Cluster oder Ähnliches ist in der Regel nicht nötig – häufig reicht Standard-Hardware.
Die Modelle laufen oft auf gewöhnlichen Servern, wie sie in vielen Unternehmen ohnehin vorhanden sind.
Ohne Spezialhardware lassen sich Verfahren rasch ausprobieren, vergleichen und anpassen.
Sensible Log- und Kundendaten bleiben vollständig in Ihrem Haus.
Kostenlos und unverbindlich: Welche Systeme oder Vorgänge sollen überwacht werden?
Wir sichten Log-Daten, Ereignisse oder Transaktionen und klären, was „normal“ ist.
Wir testen und vergleichen mehrere Verfahren an Ihren Daten.
Wir bewerten die Meldungen gemeinsam mit Ihren Fachleuten und justieren die Schwellen.
Betrieb auf Ihrer Hardware – lokal, in der Cloud oder hybrid – und Befähigung Ihres Teams.
Auffälligkeiten, für die es noch keine Regel gibt.
Hinweise, ob ein Angriff oder ein Systemfehler dahintersteckt.
Nur auffällige Fälle landen bei Ihren Fachleuten.
Betrieb auf Ihrer eigenen Standard-Hardware.
Anomalieerkennung bedeutet, in großen Datenmengen Ereignisse zu finden, die vom üblichen Verhalten abweichen. Eine KI lernt dazu den Normalzustand – etwa wie sich IT-Systeme im Alltag verhalten – und meldet, was nicht ins Bild passt.
Nein. Beim unüberwachten Lernen erkennt die KI Muster selbstständig, ohne dass sie vorher vom Menschen explizit antrainiert werden. Dadurch kann sie auch Auffälligkeiten finden, die bisher niemand kannte.
Sie hilft dabei. Angriffe und Systemfehler hinterlassen in den Daten oft unterschiedliche Muster – etwa ungewöhnliche Zugriffe einerseits, sich häufende Fehlermeldungen andererseits. Die abschließende Bewertung treffen Ihre Fachleute.
Nein. Anomalieerkennung ergänzt bestehende Schutzmaßnahmen. Sie setzt dort an, wo feste Regeln und bekannte Muster an ihre Grenzen stoßen.
Das hängt vom Anwendungsfall ab und muss oft ausprobiert werden. In Frage kommen klassische Verfahren wie Isolation Forest oder HDBSCAN ebenso wie neuronale Netze, etwa Variational Autoencoder.
In der Regel nicht. Häufig reicht Standard-Hardware aus. Das beschleunigt die Entwicklung erheblich, und die Daten können vollständig im eigenen Haus bleiben.